10 Jahre Rußpartikelfilter
Einige haben ihn serienmäßig, andere müssen ihn haben und wieder andere wollen ihn freiwillig. Und irgendwann haben ihn wahrscheinlich alle, zumindest alle Diesel: den Rußpartikelfilter. Seit seinem Durchbruch im Jahr 2000 geht es steil bergauf für den kleinen Saubermann und in diesem Jahr erreicht die viel erprobte Technologie nun das Teenageralter. Zehn Jahre Dieselpartikelfilter - aber was genau ist das eigentlich? Was macht er, was kann er und wozu brauche ich den überhaupt?
Ganz simpel gesagt macht ein Dieselpartikelfilter genau das, was sein Name sagt: er filtert Partikel, die im Abgas von Dieselmotoren enthalten sind. Diese Partikel bestehen unter anderem aus feinen Kohlenstoffteilchen, dem Ruß, und schädigen Umwelt- und Gesundheit. Der Filter selbst befindet sich in der Abgasanlage hinter dem Katalysator. Er besteht aus einer porösen Struktur mit feinsten Kanälen und kann mehr als 98 Prozent aller Partikel aus den Abgasen herausfiltern. Die Partikel werden übrigens regelmäßig abgebrannt, sodass der Filter nicht verstopft und erst nach langer Laufzeit gereinigt werden muss. Eine saubere Sache also - und ökonomisch dazu!
Nicht umsonst ist die Rußfiltertechnik also weit verbreitet und in neuen Fahrzeugen absoluter Standard. Die Technologie überzeugt und immer mehr Autofahrer kommen „auf den Filter“. Zumal diese in den immer mehr werdenden Umweltzonen Pflicht sind. In Großstädten wie München, Berlin, Köln oder Frankfurt heißt es längst: Wer keinen Filter hat, muss draußen bleiben. Und gerät man dennoch in eine solche Zone, riskiert man Geldbußen und sogar Punkte.
Schlaue Fahrer rüsten daher nach und erhalten mit der Umweltplakette zugleich ihre uneingeschränkte Mobilität zurück. Zum Glück ist der nachträgliche Einbau eines Rußpartikelfilters weder problematisch noch teuer – und wird seit einigen Jahren außerdem steuerlich gefördert. Somit rechnet sich die Investition auch schon bei älteren Autos, die noch ein paar Tausend Euro wert sind. Also: Filter rein, Ruß raus. Der Radfahrer hinter ihnen freut sich. Und die Umwelt auch!