Umweltchemikalien
Jeder kennt die Bilder von rauchenden Schlöten und stinkenden, verseuchten Flüssen. Sind die Chemikalien erst einmal in die Natur gelangt, können sie ungehindert natürliche Barrieren überwinden und sich in alle Richtungen verbreiten. Durch die Verbreitung über Meeresströmungen, Winde oder die Nahrungskette gelangen die gefährlichen Substanzen auch in Regionen, in denen sie gar nicht eingesetzt werden, z.B. in die Antarktis.
Doch nicht nur die Industrie setzt all diese Schadstoffe frei. In den Dingen unseres alltäglichen Lebens stecken viele giftige Chemikalien, die uns andauernd umgeben. Sie sind beispielsweise in:
- Shampoos,
- Computern,
- Fernsehern,
- Kleidung,
- Möbelstücken,
- und Lebensmitteln
enthalten. Zwar bestehen diese Produkte nicht ausschließlich aus gesundheitsgefährdenden und für die Natur schädlichen Stoffen, doch ist in den letzten Jahrzehnten der Einsatz ebensolcher Substanzen stark gestiegen.
Die Substanzen können bei Menschen, vor allem aber bei Kindern, Allergien auslösen und sich negativ auf die gesundheitliche Entwicklung auswirken. In der Umwelt können sie eine Gefahr für ökologische Funktionsabläufe und Lebewesen werden. Dazu zählen hauptsächlich anorganische und organische Verbindungen synthetischen oder natürlichen Hersprungs. Das größte Problem durch diese Verseuchung stellt der nur sehr langsam Abbaumetabolismus der Umwelt dar. Daher bleiben die Substanzen sehr lange in Böden und können sich im menschlichen und tierischen Körper anreichern.
Was kann gegen diese Umweltchemikalien getan werden? In der Industrie gibt es mittlerweile immer mehr Firmen und Unternehmen, die auf eine umweltfreundliche Herstellung Wert legen und deshalb chemisch schädliche Substanzen aus ihrer Produktionskette verbannen. Ein namenhafter Etikettenhersteller hat beispielsweise auf flexografische Druckplatten umgerüstet. Dadurch benötigen die zur Herstellung notwendigen Druckplatten kein Filmmaterial mehr. Durch diese Technik werden deshalb keine chemischen Lösungsmittel zur Filmentwicklung eingesetzt.
Um eine gesundheitliche und ökologische Gefährdung im Privathaushalt zu vermeiden, sollte beim Kauf stets auf Gütesiegel geachtet werden. Des Weiteren sollte man als Verbraucher auf Negativschlagzeilen von Herstellern achten und Ökotipps, wie beispielsweise billige Importkleidung meiden und saisonales, ökologisch angebautes Obst und Gemüse kaufen, befolgen.